Persönlichkeiten

Graf Botho zu Stolberg - Wernigerode

Graf Botho zu Stolberg - Wernigerode wurde am 4. Mai 1805 in Geder geboren.
Sein Vater war Graf Henrichs zu Stolberg - Wernigerode und seine Mutter war Prinzessin Jenny von Schönburg - Waldenburg.

Schon als Kind offenbarten sich die Neigungen zum Geschichtlichen und der Baugeschichte. Studiert hat Graf Botho zu Stolberg - Wernigerode in Heidelberg Rechtswissenschaften aber auch Geschichte und Baukunst. Er vertrat des öfteren die Amtsgeschäfte seines Vaters in Gedern und Wernigerode.

1843 heiratete er die Gräfin Adelheid zu Erbach - Fürstenau. Nach dem Tod seines Vaters übernahm er die Amtsgeschäfte der Grafschaft und die Vormundschaft über den noch nicht volljährigen Erbgrafen Otto. Mit dessen Amtsantritt 1858 übersiedelt Graf Botho zu Stolberg - Wernigerode nach Ilsenburg.

Hier kann er seinen Neigungen nachgehen. Er fertigte Zeichnungen zur Baugeschichte und Wappenkunde an. Viel Zeit verbrachte er mit der Forschung zur Gesamtgeschichte des Hauses Stolberg. 1862 erfolgte der Umbau des Schlosses Ilsenburg nach seinen Entwürfen und Zeichnungen durch den Baurat Frühling.

Zwischen 1861 und 1877 läßt Graf Botho zu Stolberg - Wernigerode die Klosteranlage instandsetzen. Die Arbeiten und Funde hält er in tagebuchartigen Aufzeichnungen fest. Darunter ist auch die Entdeckung des Fundamentes der "Marienkapelle".

1866 erfolgt auf seine Veranlassung die Berufung Dr. Eduard Jacobs als Archivar und Bibliothekar nach Wernigerode. Jacobs schuf in seinen Veröffentlichungen die Grundlage einer wissenschaftlichen Geschichtsschreibung in der Grafschaft Wernigerode, die bis heute Bestand hat.

Durch Graf Botho angeregt wird 1868 zusammen mit Dr. Jacobs und G. Bode der "Harzverein für Geschichte und Altertumskunde" gegründet. Graf Botho wird Vorsitzender und leitet den Verein bis 1878. Im gleichen Jahr wird er Ehrenvorsitzender.

Am 4. August 1881 stirbt Graf Botho zu Stolberg - Wernigerode nach längerer Krankheit.

(Daten und Fakten entnommen aus:" 995-1995 1000 Jahre Ilsenburg/Harz" Peter Schulze)