Persönlichkeiten

Otto Schulze - Sportler aus Leidenschaft

Als Holzhauer mußte er sein Brot verdienen und die Wege zum Arbeitsplatz waren oft sehr lang. Doch der Ehrgeiz eines Sportlers trieb ihn vorran. So wurde der tägliche Weg in den Wald zum Langlauftraining und bereits als 15jähriger nahm er an Wettkämpfen teil. Seinen 100. Langstreckensieg feierte Otto Schulze 1924, er war damals 24 Jahre.

Durch seine Heimatverbundenheit gründete Otto Schulze 1924 die "Sportvereinigung 1924" und erhielt vom Erbprinz Botho zu Stolberg-Wernigerode die Erlaubnis für seinen Verein die Farben schwarz und gelb mit dem fürstlichen Hirsch zu verwenden.

Otto Schulze war nicht nur ein hervorragender Sportler sondern auch Naturliebhaber. So entwickelte sich eine Idee zur Realität und etwas ganz Besonderes wurde geschaffen als 1927 der erste nationale Brockenlauf ins Leben gerufen wurde. Der Sieger hieß Otto Schulze.

1929 und 1930 konnte er siegen und bekam als große persönliche Wertschätzung vom Erbprinzen Botho ein schädelechtes Hirschgeweih mit seinen Initialien verliehen.

Für die olympischen Spiele 1936 in Berlin trainierte Otto Schulze die deutschen Langstreckenläufer. Er wurde für seine Leistungen mit dem Reichssportabzeichen in Bronze, Silber und Gold ausgezeichnet.

Brockenlauf in Ilsenburg Seine Heimatstadt Ilsenburg vertrat er erfolgreich in ganz Deutschland bis 1939 als ihn die Wehrmacht zu den Gebirgsjägern einzog. Nach einer schweren Verletzung starb Otto Schulze am 03. Februar 1945.

Noch heute ist die Tradition des Brockenlaufes wach, denn jährlich im September treffen sich Sportbegeisterte um den Berg der Berge zu bezwingen.

(Daten und Fakten entnommen aus:" 995-1995 1000 Jahre Ilsenburg/Harz")