Persönlichkeiten
Robert Riefenstahl - Landschaftsmaler
Als Ilsenburger Landschaftsmaler hat sich Robert Riefenstahl immer mit der typischen Harzer Kultur verbunden gefühlt. Tief verwachsen mit seiner Heimat entstand ein umfangreiches Lebenswerk.Am 19. Oktober 1823 wurde Robert Riefenstahl in Ilsenburg geboren. Er besuchte die Ortsschule und das Gymnasium in Wernigerode. Danach arbeitete er in der elterlichen Fleischerei, welches nicht von langer Dauer war. Er entdeckte seine Neigung zum Künstlerischen. Die Liebe zur Natur und seine ausgeprägte Beobachtungsgabe wurden zu den Wurzeln seines Lebensweges.
Begünstigt durch den Umbau der Fleischerei in einen Gasthof, der sich schon bald zu einem beliebten Treffpunkt verschiedener Landschaftsmaler entwickelte, traf Robert Riefenstahl auf den Düsseldorfer Maler Jabin, der sich seiner annahm. Einen Winter wurde er in den Grundtechniken des Malens unterrichtet bevor er an die Düsseldorfer Akademie wechselte.
Befremdet durch die akademische Strenge kehrte der Harzer Naturbursche in seine Heimat zurück. Als Autodidakt mit sehr hoher Selbstdisziplin schuf er Handzeichnungen, Bleistift- und Aquarellskizzen, Kohlezeichnungen und Ölbilder. Ilsenburgs Strassen, Häuser und Menschen waren immer Gegenstand seines künstlerischen Schaffens. Mit fleißiger Hand hielt er "fotografisch" genau fest was das Auge sah. Er war auch einer der Ersten, der mit der neuen Technik der Fotografie arbeitete. So sind wunderbare Fotografien von Ilsenburg und seiner Umgebung erhalten geblieben.
1868 ließ Robert Riefenstahl in der Punierstraße in der Nähe des Crolaschen Anwesen das Künstlerheim errichten. Die geistige Verbundenheit und der Realismus in der romantischen Betrachtungsweise läßt ihn die Zeichnungen und Malereien seiner Freunde bis ins kleinste Detail kopieren. (auch das Signum der Crolas)
Ein Bescheideneres Gästehaus führt er nach dem Tode der Crolas weiter, in dem das freie Künstlertum gepflegt wurden.
Am 19. September 1903 verstarb Robert Riefenstahl und er blieb bis zu seinem Tode sich und dem künstlerischen Vermächtnis der Crolas treu.
(Daten und Fakten entnommen aus:" 995-1995 1000 Jahre Ilsenburg/Harz")
